GEGEN KAPITAL UND NATION

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Ich hab nix gegen Ausländer, aber…

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Den Spruch „Ich hab nichts gegen Ausländer, aber…“ sollte man für wahr nehmen: Der patriotische Deutsche lässt sich seinen Döner nämlich gerne schmecken, ebenso Besuche bei slowakischen Teeniehuren. Schwarze Haare und braune Augen? Die gibt’s auch westlich von Budapest. Tja, was nun also gegen diese Ausländer ins Feld führen? Sie nehmen für wenig Geld auch die unbeliebtesten Arbeiten an – sie nähen, sie waschen, sie kochen, sie putzen, machmal stehen sie am Straßenrand, manchmal mit ’nem Skalpel in der Hand im OP. Bei so vielen Vorteilen für den Standort Deutschland, bei solcher Dienstbeflissenheit, da bleibt nicht mehr allzuviel Raum für Vorwürfe.

Bloß gut, dass da der deutsche Staat mit einem Staatsbürgerschaftsrecht vorgesorgt hat. So weiß der deutsche Bürger immer, was Sache ist, und wer hier aus welchem Grund nicht dazugehört. Das Problem mit dem Ausländer besteht also schlicht darin, dass er Ausländer ist! Eine so alltägliche, wie mörderische Unterscheidung. Und sie reicht den Akteuren innerhalb dieser Demokratie als Begründung für so ziemlich alles. Ob nun für nächtliche Abschiebungen oder für Dönermorde. (1)

(1) siehe auch: Inländer und Ausländer: Der kleine mörderische Unterschied, Marxistische Streit- und Zeitschrift, 1986 Ausgabe 9

Written by leftwingedbastard

5. Februar 2015 um 18:04

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