GEGEN KAPITAL UND NATION

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Drogen

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Mit Blick auf den Drogenkonsum könnte man ja mal fragen, was eigentlich so furchtbar an den hiesigen Verhältnissen ist, dass es Menschen gibt, die Methkonsum für eine gangbare Alternative halten. Was ist also so schlimm an Arbeit und Geldverdienenmüssen, an Schule, Beruf, am ewigen Konkurrieren ums Ausgebeutetwerdendürfen in einem Betrieb, dass Leute das Abwracken ihres eigenen Körpers mittels Drogen und Alkohol immer noch für angenehmer halten?

In den Gazetten ist meist aber nicht die Gesellschaft sondern der Junkie selbst das Thema. Der muss weg, der stört hier. Es ist nicht „sicher“, weil der Junkie hier ist. Und das ist schon ein merkwürdiges Sicherheitsbedürfnis: in Ruhe durch erlesenere Stadtviertel flanieren können, ohne ständig von Junkies und Obdachlosen belästigt zu werden, sei es durch ihren Anblick, oder weil sie sich vergreifen, um ihren Konsum zu finanzieren. Ja, wo kommen die denn alle her?

Typisch Bürger, immer schön das Pferd von hinten aufzäumen. Man stelle sich vor, die Stadtreinigungen würden den Familien von Suizidierten demnächst eine Rechnung schicken, und „besorgte Bürger“ das Anbringen von Stahlzäunen auf Hausdächern fordern. Nach dem Motto: Immer diese Selbstmörder, was haben die fürn Problem, können die nicht einfach arbeiten gehen, wie alle anderen auch?

Written by leftwingedbastard

9. April 2015 um 22:12

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